PayPal-Gebühren bei eBay und Kleinanzeigen: Das zahlst du wirklich
PayPal-Gebühren bei eBay und Kleinanzeigen sind zwei völlig verschiedene Rechnungen – auch wenn beide Plattformen jahrelang zusammengehörten. Bei eBay läuft die Zahlung heute über die eBay-Zahlungsabwicklung, PayPal rechnet dort nicht mehr separat mit dir ab. Auf Kleinanzeigen dagegen zahlt dir die Käuferin oder der Käufer direkt aufs PayPal-Konto, und dort greifen die vollen 2,49 % + 0,35 €. Wer beides in einen Topf wirft, verkalkuliert sich. Dieser Ratgeber trennt die beiden Fälle sauber, zeigt für jeden die tatsächlichen Kostenblöcke, rechnet typische Verkäufe von 25 € bis 750 € durch – inklusive Versand – und erklärt, wie du den Verkaufspreis so ansetzt, dass am Ende der Betrag übrig bleibt, den du eingeplant hast.
Vor dem Einstellen durchrechnen
Verkaufspreis eingeben und sofort sehen, was PayPal einbehält – oder rückwärts den Preis ermitteln, den du ansetzen musst.
Zum PayPal Gebührenrechner →Inhaltsverzeichnis
- So haben wir die Gebührenangaben geprüft
- Warum eBay und Kleinanzeigen zwei Fälle sind
- eBay: Wann überhaupt noch Gebühren anfallen
- Kleinanzeigen: Hier zahlst du PayPal direkt
- Die PayPal-Gebühr im Detail
- Was am Ende wirklich übrig bleibt
- Gesamtkosten für gewerbliche Verkäufer
- Wie du deine Gebühren aktiv senkst
- Häufig gestellte Fragen
- Quellen
So haben wir die Gebührenangaben geprüft
Jede Zahl in diesem Ratgeber stammt aus einer Primärquelle: den offiziellen PayPal-Gebührenseiten für Deutschland, dem eBay-Verkäuferportal und dem Hilfe-Center von Kleinanzeigen. Angaben aus fremden Gebührenrechnern und Vergleichsartikeln wurden nicht übernommen.
Der Grund dafür ist praktischer Natur: In genau diesem Themenfeld kursieren veraltete Sätze weiter, obwohl die Plattformen ihre Modelle mehrfach umgebaut haben. Wo eine Angabe nicht aus einer offiziellen Quelle zu belegen war, steht sie hier nicht – auch dann nicht, wenn sie sich auf vielen Seiten findet. Die vollständige Quellenliste steht am Ende.
Warum eBay und Kleinanzeigen zwei verschiedene Fälle sind
eBay und Kleinanzeigen sind heute getrennte Plattformen mit getrennten Zahlungssystemen. Für deine Kalkulation bedeutet das zwei unterschiedliche Rechnungen:
| eBay | Kleinanzeigen | |
|---|---|---|
| Wer wickelt die Zahlung ab | eBay selbst | Adyen („Sicher bezahlen“) oder direkt PayPal |
| Separate PayPal-Gebühr für dich | nein | ja, bei direkter PayPal-Zahlung |
| Plattformgebühr für private Verkäufer | keine beim Verkauf | keine beim Verkauf |
| Wer zahlt den Käuferschutz | im Preis enthalten | bei „Sicher bezahlen“ der Käufer |
Die praktische Folge: Wer auf eBay verkauft, muss PayPal in der Kalkulation meist gar nicht mehr berücksichtigen. Wer auf Kleinanzeigen verkauft und sich per PayPal bezahlen lässt, sehr wohl.
eBay: Wann überhaupt noch PayPal-Gebühren anfallen
Bei eBay fallen für dich als Verkäufer keine separaten PayPal-Gebühren mehr an. eBay wickelt die Zahlung selbst ab und zieht die eigene Verkaufsprovision direkt vom Verkaufserlös ab. Ob die Käuferin mit PayPal, Karte oder Lastschrift bezahlt, ändert an deiner Abrechnung nichts.
Private Verkäufer: seit März 2026 kostenlos
Für private Verkäufer ist der Verkauf innerhalb Deutschlands kostenlos. Die frühere Verkaufsprovision ist zum 1. März 2026 entfallen. Es bleiben nur die Angebotsgebühren, und die greifen erst nach einem großzügigen Freikontingent:
| Posten | Kosten für private Verkäufer |
|---|---|
| Verkaufsprovision (Inland) | entfällt seit dem 1. März 2026 |
| Angebote pro Monat | 320 kostenlos |
| Jedes weitere Angebot | 0,50 € |
| PayPal-Gebühr | keine, eBay wickelt die Zahlung ab |
Wer also gelegentlich privat auf eBay verkauft und im Inland versendet, zahlt auf den Verkaufserlös nichts. Der Verkaufspreis ist der Erlös, abzüglich deiner eigenen Versandkosten.
Gewerbliche Verkäufer: die eBay-Verkaufsprovision
Gewerbliche Verkäufer zahlen eine Verkaufsprovision an eBay, nicht an PayPal. Sie wird auf den Gesamtbetrag inklusive Versandkosten berechnet. In Kategorien mit der klassischen Staffelung gilt: 6,5 % auf den Anteil bis 300 €, 2 % auf den Anteil darüber, zuzüglich 0,35 € pro Bestellung.
| Verkaufserlös | Variabler Anteil | Pauschale | Provision gesamt |
|---|---|---|---|
| 25 € | 1,63 € | 0,35 € | 1,98 € |
| 100 € | 6,50 € | 0,35 € | 6,85 € |
| 150 € | 9,75 € | 0,35 € | 10,10 € |
| 300 € | 19,50 € | 0,35 € | 19,85 € |
| 500 € | 23,50 € | 0,35 € | 23,85 € |
| 750 € | 28,50 € | 0,35 € | 28,85 € |
Seit Juli 2026 gilt die Staffelung nicht mehr überall
Zum 1. Juli 2026 hat eBay in vielen Kategorien die Staffelung abgeschafft und durch einen einheitlichen Prozentsatz je Kategorie ersetzt – unter anderem bei Computern, Handys, Foto, Haushaltsgeräten und TV. Für als generalüberholt, gebraucht oder „Neu: Sonstige“ eingestellte Artikel gilt in betroffenen Kategorien ein reduzierter Satz. Welcher Satz für deine Kategorie greift, steht im eBay-Verkäuferportal. Prüfe das vor der Preiskalkulation – zwischen den Kategorien liegen mehrere Prozentpunkte.
Warum PayPal bei eBay nicht mehr separat abrechnet
Früher entstanden zwei getrennte Kostenblöcke: die eBay-Verkaufsprovision und daneben die PayPal-Gebühr, weil die Käuferin direkt auf dein PayPal-Konto zahlte. Seit eBay die Zahlungsabwicklung selbst übernimmt, fließt das Geld über eBay zu dir. PayPal ist für die Käuferseite nur noch eine von mehreren Zahlungsarten.
Für dich heißt das: Ein Kostenblock weniger, dafür ist die eBay-Provision höher als es die alte PayPal-Gebühr war. Bei einer Rückerstattung erstattet eBay den variablen Prozentanteil und behält die 0,35 € ein – dieselbe Logik, die PayPal bei seiner Festgebühr anwendet.
Kleinanzeigen: Hier zahlst du PayPal direkt
Auf Kleinanzeigen gibt es zwei Wege, Geld zu empfangen – und nur bei einem davon zahlst du PayPal-Gebühren.
„Sicher bezahlen“: der Käufer trägt die Gebühr
Nutzt ihr die plattformeigene Funktion „Sicher bezahlen“, läuft die Zahlung über den Zahlungsdienstleister Adyen, nicht über PayPal. Der Betrag wird treuhänderisch verwahrt, bis der Käufer den Erhalt bestätigt. Die Gebühr für den Käuferschutz zahlt der Käufer, für dich als Verkäufer ist die Funktion kostenlos.
PayPal spielt hier keine Rolle, und eine PayPal-Gebühr fällt nicht an.
Direkte PayPal-Zahlung: hier greifen 2,49 % + 0,35 €
Einigt ihr euch stattdessen auf eine direkte PayPal-Zahlung, gilt das normale PayPal-Gebührenmodell. Für Zahlungen des Typs „Waren und Dienstleistungen“ berechnet PayPal 2,49 % + 0,35 € vom empfangenen Betrag. Der Käuferschutz ist darin enthalten.
Das ist der Fall, um den es in diesem Ratgeber geht – und der einzige der drei Wege, bei dem du selbst zahlst.
Freunde und Familie: kostenlos, aber ohne jeden Schutz
Die dritte Variante ist eine private Zahlung über „Freunde und Familie“. Sie ist in Euro innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) gebührenfrei, für Warenkäufe aber nicht zulässig – und der Käuferschutz greift nicht.
Die häufigste Betrugsmasche auf Kleinanzeigen
Die Bitte, „wegen der Gebühren“ per Freunde und Familie zu zahlen, ist das verbreitetste Muster beim Kleinanzeigen-Betrug. Wer so zahlt, kann das Geld nicht zurückholen und keinen Antrag auf Käuferschutz stellen. Als Käufer solltest du diese Option bei Warenkäufen ablehnen. Als Verkäufer solltest du sie nicht anbieten: Regelmäßige gewerbliche Nutzung dieser Funktion kann PayPal mit einer Kontoeinschränkung beantworten. Mehr dazu im Ratgeber zu privaten PayPal-Zahlungen.
Was das Einstellen auf Kleinanzeigen kostet
Für private Anbieter sind in den allgemeinen Kategorien die ersten 100 Anzeigen je 30 Tage kostenlos, jede weitere kostet 1,99 €. In den Kategorien Autos und Immobilien gelten eigene Regeln – bei Autos etwa zwei kostenlose Anzeigen unter 30.000 €, danach 9,99 € je Anzeige.
Die PayPal-Gebühr im Detail aufgeschlüsselt
Empfängst du Geld für Waren und Dienstleistungen, berechnet PayPal einen prozentualen Anteil des Betrags plus eine Festgebühr. Die Standardkondition für Deutschland lautet 2,49 % + 0,35 € je Transaktion. Für Geschäftskonten mit gesonderter Vereinbarung können andere Sätze gelten.
Die Formel hinter der Gebühr
So rechnet PayPal:
Gebühr = runde(Kaufpreis × 2,49 %) + 0,35 €
Restbetrag = Kaufpreis − Gebühr
Der Rundungsschritt ist entscheidend. PayPal rundet den prozentualen Anteil auf volle Cent, bevor die Festgebühr addiert wird. Wer erst am Ende rundet, landet bei manchen Beträgen einen Cent daneben.
Ein Beispiel für 250 €: 250 × 2,49 % = 6,225, gerundet 6,23 €. Plus 0,35 € ergibt 6,58 € Gebühr, es bleiben 243,42 €. Rechnet man ohne Zwischenrundung, kommt man auf 243,43 € – und Gebühr plus Restbetrag ergeben dann 250,01 € statt 250,00 €.
Konkrete Rechenbeispiele aus der Praxis
| Kaufpreis | Prozentanteil | Pauschale | Gebühr | Restbetrag |
|---|---|---|---|---|
| 20 € | 0,50 € | 0,35 € | 0,85 € | 19,15 € |
| 50 € | 1,25 € | 0,35 € | 1,60 € | 48,40 € |
| 80 € | 1,99 € | 0,35 € | 2,34 € | 77,66 € |
| 100 € | 2,49 € | 0,35 € | 2,84 € | 97,16 € |
| 150 € | 3,74 € | 0,35 € | 4,09 € | 145,91 € |
| 250 € | 6,23 € | 0,35 € | 6,58 € | 243,42 € |
| 500 € | 12,45 € | 0,35 € | 12,80 € | 487,20 € |
| 1.000 € | 24,90 € | 0,35 € | 25,25 € | 974,75 € |
Auffällig ist der Verlauf: Bei 20 € frisst die Gebühr 4,25 % des Erlöses, bei 1.000 € nur noch 2,53 %. Verantwortlich dafür ist allein die Festgebühr, die unabhängig von der Höhe einmal pro Transaktion anfällt.
Was am Ende wirklich übrig bleibt
Der wichtigste Wert ist nicht der Verkaufspreis, sondern der Betrag nach allen Abzügen. Bei einem Kleinanzeigen-Verkauf per PayPal setzt er sich so zusammen:
Die Rechnung:
Übrig = Verkaufspreis − PayPal-Gebühr − Versand − Verpackung
Szenario 1: Ein günstiger Artikel
Ein Verkauf über 25 €, versichert versendet für 3 €. Die PayPal-Gebühr beträgt 0,97 €. Es bleiben 21,03 € – knapp 16 % des Verkaufspreises sind weg, der größte Teil davon Versand.
Szenario 2: Ein Artikel im mittleren Preissegment
Ein Verkauf über 100 € mit 5 € Versand. Die PayPal-Gebühr beträgt 2,84 €. Es bleiben 92,16 €.
Szenario 3: Ein teurerer Elektronikartikel
Ein Verkauf über 750 € mit 7 € versichertem Versand. Die PayPal-Gebühr beträgt 19,03 €. Es bleiben 723,97 €. Der prozentuale Anteil der Gebühr ist hier am niedrigsten, der absolute Betrag am höchsten.
Rückwärts rechnen: den Preis richtig ansetzen
Steht dein Zielbetrag fest, drehst du die Rechnung um. Die Formel lautet:
Rückwärts:
Kaufpreis = (gewünschter Nettobetrag + Festgebühr) ÷ (1 − Prozentsatz)
Die Festgebühr gehört in den Zähler, nicht hinter die Division. Wer sie erst nach dem Teilen addiert, setzt den Preis zu niedrig an und bleibt unter seinem Ziel.
Sollen nach Abzug der PayPal-Gebühr genau 100 € ankommen, musst du 102,91 € verlangen. Die Gebühr beträgt dann 2,91 €, und es bleiben exakt 100,00 €. Den Wert liefert der PayPal Gebührenrechner im Rückwärts-Modus für jeden Zielbetrag.
Wichtig für die Preisgestaltung: Die PayPal-Nutzungsbedingungen untersagen es, die Gebühr als sichtbaren Aufschlag auf die Käuferin umzulegen. Erlaubt ist, sie in den Verkaufspreis einzurechnen – genau dafür ist der Rückwärts-Modus gedacht.
Gesamtkostenanalyse für gewerbliche Verkäufer
Gewerbliche Verkäufer rechnen mit mehr Posten als nur der Transaktionsgebühr. Sechs davon gehören in jede ehrliche Kalkulation:
- Plattformprovision: bei eBay je nach Kategorie, auf Kleinanzeigen die Anzeigenkosten
- Zahlungsgebühr: bei direkter PayPal-Zahlung 2,49 % + 0,35 €
- Versand und Verpackung: oft der größte Einzelposten bei günstigen Artikeln
- Retourenquote: bei Rückerstattungen behält PayPal die Festgebühr von 0,35 € ein
- Konfliktfälle: Rückbuchungen kosten 16 €, Konfliktgebühren 14 €
- Lager- und Werbekosten: plattformunabhängig, aber Teil der Marge
Ein Zahlenbeispiel: Ein Händler verkauft einen Artikel für 150 € und lässt sich per PayPal bezahlen. Die Gebühr beträgt 4,09 €, der Versand 5,00 €. Zusammen 9,09 €, es bleiben 140,91 €.
Für gewerbliche Verkäufer zählen PayPal-Gebühren zu den Betriebsausgaben und mindern den steuerpflichtigen Gewinn. Buchhalterisch landen sie auf dem Konto „Nebenkosten des Geldverkehrs“ (SKR03: 4970, SKR04: 6855) – ohne Vorsteuerabzug, weil PayPal-Transaktionsgebühren als Finanzdienstleistung von der Umsatzsteuer befreit sind. Eine vollständige Übersicht aller Sparmöglichkeiten liefert der Leitfaden zum Vermeiden von PayPal-Gebühren.
Wie du deine eBay- und PayPal-Gebühren aktiv senkst
Fünf Maßnahmen wirken beim Verkauf über beide Plattformen:
- Kategorie prüfen, bevor du einstellst: Bei eBay entscheidet die Kategorie über den Prozentsatz. Seit Juli 2026 liegen zwischen einzelnen Kategorien mehrere Prozentpunkte.
- Zustand korrekt angeben: Für generalüberholte und gebrauchte Artikel gilt in betroffenen eBay-Kategorien ein reduzierter Satz.
- Kleinteile bündeln: Jede PayPal-Transaktion kostet 0,35 € Festgebühr. Ein Sammelverkauf für 100 € kostet 2,84 €, zehn Einzelverkäufe zu 10 € kosten zusammen 6,00 €.
- Versand realistisch ansetzen: Bei eBay zählt der Versandanteil zur Provisionsgrundlage. Zu niedrig kalkulierter Versand kostet dich doppelt.
- Preis rückwärts kalkulieren: Setze den Verkaufspreis so an, dass dein Zielbetrag nach Gebühren steht – nicht davor.
Was dagegen nicht funktioniert: Die Gebühr sichtbar auf die Käuferin umzulegen. Das untersagen sowohl PayPal als auch die Plattformen.
Häufig gestellte Fragen
Werden auf eBay heute noch separate PayPal-Gebühren fällig?
Nein. eBay wickelt die Zahlung selbst ab und zieht die eigene Verkaufsprovision ab. Eine zusätzliche PayPal-Gebühr fällt für dich nicht an, unabhängig davon, womit die Käuferin bezahlt. Auf Kleinanzeigen kann dagegen eine direkte PayPal-Zahlung vereinbart werden – dort gelten dann 2,49 % + 0,35 €.
Was kostet mich ein privater Verkauf auf eBay?
Innerhalb Deutschlands nichts. Die Verkaufsprovision für private Verkäufer ist zum 1. März 2026 entfallen. Es bleiben die Angebotsgebühren, und die ersten 320 Angebote pro Monat sind kostenlos. Jedes weitere kostet 0,50 €.
Wer zahlt bei Kleinanzeigen die Gebühr für „Sicher bezahlen“?
Der Käufer. Für dich als Verkäufer ist die Funktion kostenlos. Die Zahlung läuft über den Dienstleister Adyen, der den Betrag treuhänderisch verwahrt, bis der Erhalt bestätigt ist. PayPal ist an diesem Weg nicht beteiligt.
Wie viel Gebühren zahlt der Empfänger bei PayPal?
Bei einer Zahlung für Waren und Dienstleistungen zahlt der Empfänger 2,49 % + 0,35 €. Bei einer privaten Zahlung in Euro innerhalb des EWR zahlt er nichts. Für die Käuferseite ist das Bezahlen kostenlos, solange keine Währungsumrechnung nötig ist.
Wie hoch sind die PayPal-Gebühren bei 100 € oder 1.000 €?
Bei 100 € fallen 2,84 € an, es bleiben 97,16 €. Bei 1.000 € sind es 25,25 €, es bleiben 974,75 €. Der prozentuale Anteil sinkt mit steigendem Betrag, weil die Festgebühr von 0,35 € nur einmal je Transaktion anfällt.
Fallen bei Rückerstattungen weiterhin Kosten an?
Ja. PayPal erstattet den prozentualen Anteil der Gebühr und behält die Festgebühr von 0,35 € ein. Bei einer Rückerstattung über 100 € mit ursprünglich 2,84 € Gebühr bekommst du 2,49 € zurück. eBay verfährt bei seiner Verkaufsprovision genauso.
Gibt es beim PayPal-Käuferschutz zusätzliche Verkäuferkosten?
Nein. Der Käuferschutz ist in der Gebühr für Waren und Dienstleistungen bereits enthalten und lässt sich nicht abwählen. Gesonderte Käuferschutzgebühren gibt es nicht.
Darf ich die PayPal-Gebühr auf den Käufer aufschlagen?
Nein, das ist laut PayPal-Nutzungsbedingungen als Surcharging untersagt. Kalkuliere die Gebühr stattdessen in deinen Verkaufspreis ein – am schnellsten über den Rückwärts-Modus im Rechner.
Quellen
- PayPal – Gebühren für Privatkunden (Stand 7. September 2026) – Satz für Waren und Dienstleistungen, private Transaktionen, Festgebühr in Euro.
- PayPal – Händler- und Verkäufergebühren (Stand 7. September 2026) – Rückbuchungsgebühr 16 €, Konfliktgebühr 14 €, Einbehalt der Festgebühr bei Rückzahlungen.
- PayPal – Nutzungsbedingungen – Verbot des Surchargings.
- eBay – Gebühren für private Verkäufer – kostenloser Inlandsverkauf, 320 Freiangebote, 0,50 € je weiterem Angebot.
- eBay – Gebühren für gewerbliches Verkaufen – Verkaufsprovision, Staffelung und kategoriespezifische Sätze.
- eBay – Gebührenänderungen zum 1. Juli 2026 – Wegfall der Staffelung in ausgewählten Kategorien.
- Kleinanzeigen – Gebühren – 100 kostenlose Anzeigen je 30 Tage, 1,99 € je weiterer Anzeige, Sonderregeln für Autos.
- Kleinanzeigen – „Sicher bezahlen“ und Käuferschutz – Abwicklung über Adyen, Gebühr trägt der Käufer.
- § 4 Nr. 8 UStG – Umsatzsteuerbefreiung für Finanzdienstleistungen.
Alle Angaben mit Stand September 2026. PayPal, eBay und Kleinanzeigen können ihre Konditionen jederzeit ändern – verbindlich sind allein die Angaben der jeweiligen Anbieter. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.
Preis vor dem Einstellen kalkulieren
Rückwärts-Modus wählen, Zielbetrag eingeben – der Rechner nennt den Verkaufspreis, den du ansetzen musst.
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