PayPal Gebühren Rechner
Der PayPal Gebührenrechner
Der PayPal Gebührenrechner berechnet, wie viel PayPal von einer Zahlung einbehält und welcher Betrag bei Ihnen als Empfänger ankommt. Sie geben einen Betrag ein, wählen die Art der Transaktion, und der Rechner zeigt sofort die Gebühr in Euro sowie den verbleibenden Netto-Betrag.
Der Rechner bietet drei Hauptvorteile: Er ersetzt die manuelle Berechnung nach der PayPal-Gebührenformel, er deckt Inlands-, Auslands- und Mikrozahlungen gleichermaßen ab, und er lässt sich rückwärts nutzen, um einen benötigten Verkaufspreis zu ermitteln. Verkäuferinnen und Verkäufer nutzen ihn, um Preise korrekt zu kalkulieren, Rechnungen zu stellen und ihre tatsächliche Marge nach Abzug der PayPal-Kosten zu kennen.
Der Rechner besteht aus drei Bausteinen: dem Eingabefeld für den Betrag, der Auswahl der Zahlungsart (Inland, International, Mikrozahlung) und der Ergebniskarte mit Gebühr und Netto-Betrag. Die folgenden Abschnitte erklären jeden Baustein im Detail und zeigen die Gebührensätze für alle gängigen PayPal-Transaktionen.
So funktioniert der PayPal-Gebührenrechner
Der Rechner benötigt nur drei Angaben, um die PayPal-Gebühren zu ermitteln:
- Betrag: Geben Sie den Kaufpreis oder den gewünschten Netto-Betrag ein.
- Tarif: Wählen Sie Inland, International oder Mikrozahlung, je nachdem, woher die Zahlung stammt und wie hoch sie ausfällt.
- Modus: Vorwärts berechnet die Gebühr aus einem gegebenen Betrag, Rückwärts berechnet den Betrag, den Sie verlangen müssen, um einen gewünschten Netto-Betrag zu erhalten.
Nach der Eingabe zeigt die Ergebniskarte die Gebühr in Euro und den Betrag, der nach Abzug bei Ihnen ankommt. Ein Klick auf einen Button ist nicht nötig, die Berechnung aktualisiert sich bei jeder Eingabe automatisch.
Beispiel Berechnungen
Die folgenden zwei Beispiele zeigen die PayPal-Gebühren für einen Verkauf von 150 € – einmal zum Standardsatz und einmal mit Händlerkonditionen.
Rechnungs-Beispiel 1:
Bei einem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen über 150 € zum Inlands-Standardsatz (2,49 % + 0,35 €) fällt eine Gebühr von 4,09 € an. Der Restbetrag, der bei Ihnen ankommt, beträgt 145,91 €.
Rechnungs-Beispiel 2:
Mit Händlerkonditionen der mittleren Umsatzstufe (1,99 % + 0,35 €) fällt für denselben Betrag von 150 € eine Gebühr von nur 3,34 € an. Der Restbetrag steigt auf 146,66 € – ein Unterschied von 75 Cent gegenüber dem Standardsatz.
Rückwärts-Rechner: Gewünschten Nettobetrag berechnen
Der Rückwärts-Modus berechnet den Betrag, den Sie einem Kunden in Rechnung stellen müssen, damit nach Abzug der PayPal-Gebühren genau der von Ihnen gewünschte Netto-Betrag übrig bleibt. Wechseln Sie dazu im Rechner oben auf „Rückwärts" und geben Sie den gewünschten Netto-Betrag ein.
Ein Beispiel: Sie möchten nach Abzug aller Gebühren genau 100 € erhalten. Bei einer Inlandszahlung für Waren und Dienstleistungen (2,49 % + 0,35 €) müssen Sie dafür 102,91 € in Rechnung stellen. Die Formel dahinter lautet: Zielbetrag = (gewünschter Nettobetrag + Festgebühr) / (1 − Prozentsatz). Der Rückwärts-Rechner eignet sich besonders für Freelancer und Händler, die ihre PayPal-Kosten bereits in den Angebotspreis einrechnen wollen.
PayPal Gebühren bei Inlandszahlungen
Inlandszahlungen sind Transaktionen, bei denen Absender und Empfänger beide in Deutschland oder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) registriert sind und in Euro bezahlen. Die Gebühr setzt sich immer aus einem Prozentsatz des Transaktionsbetrags und einer festen Gebühr zusammen. Die folgende Tabelle zeigt die Sätze für Geschäfts- und Privatkonten.
| Zahlungsart | Geschäftskonto | Privatkonto |
|---|---|---|
| Verkauf Waren/Dienstleistungen | 2,49 % + 0,35 € | 2,49 % + 0,35 € |
| Verkauf per QR-Code | 0,90 % | 0,90 % |
| Verkauf (sonstige Transaktionen) | 2,99 % + 0,39 € | 1,00 % + 0,05 € bis 10 €, sonst 0,50 % + 0,10 € |
| Mikrozahlung (unter 10 €) | 4,99 % + 0,09 € | – |
| Spendenempfang | 2,49 % + 0,35 € | 2,49 % + 0,35 € |
| Empfang gemeinnützige Spende | 1,50 % + 0,35 € | – |
| Zahlung: Freunde und Familie | – | Kostenlos |
Quelle: paypal.com, Stand: Anfang 2026. PayPal kann diese Sätze jederzeit ändern.
PayPal Gebühren bei Auslandszahlungen
Bei Auslandszahlungen erhebt PayPal zusätzlich zur Inlandsgebühr einen prozentualen Aufschlag, der von der Herkunftsregion des Absenders abhängt. Der Aufschlag gilt für Verkäufe von Waren und Dienstleistungen ebenso wie für andere internationale Transaktionen, auch bei Verkäufen durch Privatpersonen.
Zusätzliche Gebühr für internationalen Verkauf von Waren oder Dienstleistungen:
| Markt/Gebiet | Zusätzliche Gebühr |
|---|---|
| EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) | 0 % |
| Großbritannien | 1,29 % |
| USA & Kanada | 1,99 % |
| Sonstige Märkte | 2,99 % |
Ein Zahlungseingang von 200 € aus den USA kostet damit 2,49 % + 1,99 % = 4,48 % + 0,35 €, also 9,31 € Gebühr, Sie erhalten 190,69 €. Im Rechner wählen Sie dazu den Tarif „International" und anschließend die Herkunft der Zahlung – Großbritannien, USA/Kanada oder andere Märkte.
Für sonstige internationale Transaktionen wie Kreditkartenzahlungen, QR-Code-Zahlungen, Mikrozahlungen und den Empfang von Spenden per QR-Code gilt ein separater, meist niedrigerer Aufschlag, der ausschließlich Geschäftskonten betrifft:
| Markt/Gebiet | Zusätzliche Gebühr |
|---|---|
| EWR | 0 % |
| Großbritannien | 1,29 % |
| Alle anderen Märkte | 1,99 % |
Erklärung zu den PayPal-Kontotypen
PayPal unterscheidet zwei Kontotypen mit unterschiedlichen Nutzungsrechten:
- Privates PayPal-Konto: Damit kaufen Sie als Privatperson weltweit ein, senden oder empfangen Geld an Freunde und Familie, sammeln Spenden oder verkaufen gelegentlich private Gegenstände.
- Geschäftliches PayPal-Konto: Dieses Konto benötigen Sie, sobald Sie gewerblichen Handel betreiben und dafür PayPal einsetzen. Voraussetzung ist ein angemeldetes Gewerbe.
Für Standard-Inlandstransaktionen sind die Gebührensätze bei beiden Kontotypen weitgehend identisch. Unterschiede entstehen vor allem bei sonstigen Transaktionen und bei Mikrozahlungen, die nur für Geschäftskonten verfügbar sind.
Die PayPal Transaktions- und Zahlungsarten
PayPal unterscheidet mehrere Transaktionsarten, die jeweils eigene Gebührensätze haben. Die folgenden Abschnitte erklären jede Art im Detail.
Verkauf von Waren/Dienstleistungen
Diese Transaktion liegt vor, wenn ein Kunde nach dem Kauf einer Ware oder Dienstleistung bezahlt. Sie ist die häufigste Zahlungsart im Onlinehandel und kostet den Verkäufer 2,49 % + 0,35 € bei Inlandszahlungen. Der PayPal-Käuferschutz ist in dieser Gebühr bereits enthalten.
Verkauf per QR-Code
Beim Verkauf per QR-Code stellen Sie als Händler oder Dienstleister einen persönlichen QR-Code bereit, den Kundinnen und Kunden mit der PayPal-App scannen und die Zahlung direkt bestätigen. Die Gebühr liegt bei nur 0,90 % und damit deutlich unter dem Standardsatz, geeignet für Cafés, Marktstände, Foodtrucks und kleine Läden mit stationärem Verkauf.
Verkauf (sonstige Transaktionen)
Unter diese Kategorie fallen Zahlungen mit Kredit- und Debitkarten mit erweiterten Funktionen, alternative Zahlungsmethoden wie Alipay oder Apple Pay Web, Zahlungen von Nutzern ohne PayPal-Konto sowie der Rechnungskauf mit Ratepay. Für Geschäftskonten fällt hier eine Gebühr von 2,99 % + 0,39 € an.
Empfang von Mikrozahlungen
Mikrozahlungen sind Transaktionsbeträge zwischen 1 Cent und 5 €, etwa beim Verkauf von Handy-Apps oder digitalen Downloads. Für den Empfang berechnet PayPal 4,99 % + 0,09 €. Die niedrigere Festgebühr macht diesen Tarif bei Kleinstbeträgen günstiger als der Standardsatz, obwohl der Prozentsatz höher liegt.
Händlerkonditionen
Händler mit individueller Vereinbarung profitieren von einer gestaffelten Gebührenstruktur, die sich am Transaktionsvolumen des Vormonats orientiert. Seit Mitte 2020 schließt PayPal keine neuen individuellen Händlervereinbarungen mehr ab, die folgende Staffelung gilt daher nur für Bestandskunden mit älterem Vertrag.
| Transaktionsvolumen pro Monat | Gebühr |
|---|---|
| bis 2.000 € | 2,49 % + 0,35 € |
| 2.000,01–5.000 € | 2,19 % + 0,35 € |
| 5.000,01–25.000 € | 1,99 % + 0,35 € |
| 25.000,01–100.000 € | 1,79 % + 0,35 € |
| über 100.000 € | 1,49 % + 0,35 € |
Empfang von Spenden vs. Empfang von gemeinnützigen Spenden
Für Spenden an nicht-gemeinnützige Organisationen berechnet PayPal dieselbe Gebühr wie beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen: 2,49 % + 0,35 €. Registrierte gemeinnützige Organisationen zahlen einen reduzierten Satz von 1,50 % + 0,35 €.
Empfang gemeinnütziger Spenden (QR-Code)
Ähnlich wie beim QR-Code-Verkauf nutzen gemeinnützige Organisationen hier einen persönlichen QR-Code, den Spenderinnen und Spender mit der PayPal-App scannen. Die Gebühr sinkt dadurch auf 0,90 %.
Abhebung von PayPal-Konto
Guthaben auf dem PayPal-Konto lässt sich auf das hinterlegte Bankkonto überweisen. Die Standardüberweisung ist kostenlos. Eine sofortige Auszahlung oder eine Auszahlung auf eine Debit- oder Kreditkarte kostet 1 % des Betrags (mindestens 0,25 €, höchstens 10 €), eine Auszahlung auf ein US-Bankkonto 3 %.
PayPal Gebühren für Verkäufer im Detail
Als Verkäufer tragen Sie bei PayPal fast immer die Gebühren. Die Höhe hängt von Ihrem Geschäftsmodell und Ihrem Umsatzvolumen ab.
Gebühren als Einzelverkäufer
Wer gelegentlich auf Kleinanzeigenportalen oder über soziale Medien verkauft, zahlt den Standardsatz von 2,49 % + 0,35 € pro Transaktion. Bei einem typischen Verkauf von 80 € sind das 2,34 € Gebühr, Sie erhalten 77,66 €.
Gebühren als gewerblicher Händler
Gewerbliche Händler mit einem PayPal-Geschäftskonto und einer bestehenden Händlervereinbarung profitieren von den gestaffelten Sätzen aus der Tabelle weiter oben. Bei einem Monatsumsatz von 15.000 € sinkt die Gebühr auf 1,99 % + 0,35 €, gegenüber dem Standardsatz von 2,49 % spart das bei diesem Umsatz rund 75 € im Monat.
PayPal-Gebühren steuerlich absetzen
Ja, PayPal-Gebühren zählen für gewerbliche Verkäufer und Selbstständige zu den Betriebsausgaben und mindern damit den zu versteuernden Gewinn. Buchen Sie sie in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder Bilanz unter „Nebenkosten des Geldverkehrs" (SKR03: Konto 4970, SKR04: Konto 6855). PayPal stellt für jede Transaktion eine Aufstellung bereit, die als Buchungsbeleg dient. Erfassen Sie stets den vollen Bruttobetrag als Einnahme und buchen Sie die Gebühr separat als Ausgabe, nicht nur den Netto-Betrag.
PayPal vs. andere Zahlungsanbieter
PayPal ist nicht der günstigste Zahlungsanbieter am Markt. Die folgende Übersicht vergleicht die Standardsätze:
| Anbieter | Gebühr (Standard) | Käuferschutz |
|---|---|---|
| PayPal | 2,49 % + 0,35 € | Ja |
| Stripe | 1,50 % + 0,25 € | Nein |
| Klarna | 1,99–2,49 % + 0,20–0,35 € | Eingeschränkt |
| Sofortüberweisung/giropay | 0,90 % + 0,25 € | Nein |
Trotz höherer Gebühren bleibt PayPal für viele Händler die erste Wahl: Rund 30 Millionen Menschen in Deutschland nutzen den Dienst aktiv, was Kaufabbrüche im Checkout reduzieren kann. Der eingebaute Käuferschutz und die einfache Anbindung an Shopsysteme gleichen die höheren Kosten in vielen Fällen aus.
PayPal Gebühren für internationale Zahlungen
Bei grenzüberschreitenden Zahlungen fallen zusätzlich zur regulären Transaktionsgebühr höhere Sätze an. Wie hoch der Aufschlag ausfällt, hängt von der Herkunftsregion und einer möglichen Währungsumrechnung ab.
Gebühren innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)
Für Zahlungen aus dem EWR in Euro fällt kein zusätzlicher Auslandsaufschlag an, es gilt derselbe Satz wie bei Inlandszahlungen (2,49 % + 0,35 €). Bei einer Zahlung von 200 € aus Österreich oder den Niederlanden entstehen somit 5,33 € Gebühr, Sie erhalten 194,67 €.
Gebühren für Zahlungen aus UK und USA
Zahlungen aus Großbritannien kosten 2,49 % + 1,29 % = 3,78 % + 0,35 €. Bei 200 € sind das 7,91 € Gebühr. Für Zahlungen aus den USA oder Kanada steigt der Satz auf 2,49 % + 1,99 % = 4,48 % + 0,35 €, bei 200 € also 9,31 €.
Gebühren für weltweite Zahlungen
Für Zahlungen aus allen übrigen Märkten, etwa Asien, Südamerika oder Afrika, berechnet PayPal 2,49 % + 2,99 % = 5,48 % + 0,35 €. Bei einem Warenwert von 200 € ergeben sich 11,31 € Gebühr. Bei hochpreisigen Waren lohnt sich hier ein Blick in unseren Rechner, bevor Sie den Preis festlegen.
Währungsumrechnung: Der versteckte Kostenfaktor
Der größte Kostenfaktor bei internationalen Zahlungen ist oft nicht die Transaktionsgebühr, sondern die Währungsumrechnung. PayPal berechnet dafür einen Aufschlag von rund 3 % auf den aktuellen Basiswechselkurs, den sogenannten Transaktionswechselkurs. Bei einer Zahlung von 1.000 US-Dollar können allein durch die Umrechnung 30 € oder mehr an Kosten entstehen. Lassen Sie sich nach Möglichkeit in der Originalwährung auszahlen, wenn Ihr Geschäftskonto Fremdwährungen halten kann, und nutzen Sie für die Umrechnung einen günstigeren Anbieter, etwa Ihre Bank.
PayPal Konfliktgebühren und Rückbuchungen
Neben den regulären Transaktionsgebühren können bei Streitfällen und Rückbuchungen zusätzliche Kosten entstehen. Verkäufer sollten diese Gebühren kennen, um bei einem Konflikt nicht überrascht zu werden.
Rückbuchungsgebühren (Chargebacks)
Lässt ein Käufer eine Zahlung über seine Bank oder sein Kreditkartenunternehmen zurückbuchen, berechnet PayPal eine Gebühr von bis zu 20 € pro Fall. Diese Gebühr fällt unabhängig vom Ausgang des Streitfalls an. Bei einem Warenwert von 50 € verlieren Sie durch eine Rückbuchung also nicht nur den Verkaufsbetrag, sondern zahlen zusätzlich bis zu 20 €.
Streitfall-Gebühren
Wird ein Konflikt über das PayPal-Konfliktlösungscenter abgewickelt statt über die Bank, fallen für den Verkäufer zunächst keine zusätzlichen Gebühren an. Bei einer hohen Konfliktquote kann PayPal jedoch eine Konfliktgebühr ab 14 € berechnen, deren genaue Höhe von der individuellen Konfliktquote und der Anzahl Ihrer Verkäufe abhängt. Käufer haben bis zu 180 Tage nach der Zahlung Zeit, einen Streitfall zu eröffnen.
Rückerstattungen und Gebühren
Erstatten Sie als Verkäufer eine Zahlung freiwillig zurück, erhalten Sie den prozentualen Anteil der Gebühr zurück. Die feste Transaktionsgebühr von 0,35 € behält PayPal jedoch ein. Bei einer Rückerstattung von 100 € (ursprüngliche Gebühr: 2,84 €) bekommen Sie also 2,49 € zurück, die 0,35 € Festgebühr verbleiben bei PayPal. Bei häufigen Rückerstattungen summiert sich dieser Betrag, planen Sie ihn in Ihrer Kalkulation ein.
PayPal Käuferschutz - Gebühren und Kosten
Der PayPal Käuferschutz sichert Käuferinnen und Käufer ab, wenn eine Bestellung nicht ankommt oder erheblich von der Beschreibung abweicht. Da der Käuferschutz bereits in den Verkäufergebühren enthalten ist, lässt sich seine Kalkulation direkt mit unserem PayPal Gebührenrechner nachvollziehen.
Was kostet der PayPal Käuferschutz?
Für Käufer ist der Käuferschutz kostenlos. Es entstehen keine zusätzlichen Gebühren bei Inanspruchnahme. Die Kosten stecken bereits in der regulären Verkäufergebühr von 2,49 % + 0,35 €, die der Verkäufer bei einer Zahlung für Waren und Dienstleistungen trägt.
Käuferschutz berechnen - ein Beispiel
Zahlt ein Kunde 80 € über „Waren und Dienstleistungen", ergibt sich folgende Rechnung: Prozentuale Gebühr 80 € × 2,49 % = 1,99 €, plus Festgebühr 0,35 €, macht insgesamt 2,34 € Gebühr inklusive Käuferschutz. Sie erhalten 77,66 €. Der Käuferschutz selbst verursacht keine separaten Zusatzkosten.
Wann greift der Käuferschutz?
Der Käuferschutz greift in drei Fällen: Erstens, wenn ein bezahlter Artikel nicht ankommt. Zweitens, wenn der gelieferte Artikel erheblich von der Beschreibung abweicht, etwa durch Beschädigung, Fälschung oder Falschlieferung. Drittens, wenn eine Zahlung ohne Zustimmung des Kontoinhabers erfolgt ist. Ausgeschlossen sind bestimmte Warengruppen wie Immobilien und motorisierte Fahrzeuge, und die Frist zur Geltendmachung beträgt 180 Tage ab Kaufdatum.
Käuferschutz vs. Freunde & Familie - der Unterschied
Zahlungen über „Freunde und Familie" sind gebührenfrei, aber ohne Käuferschutz. Wer beim Warenkauf trotzdem um diese Zahlungsart gebeten wird, verzichtet auf die Absicherung im Streitfall.
| Merkmal | Waren & Dienstleistungen | Freunde & Familie |
|---|---|---|
| Käuferschutz | Ja | Nein |
| Gebühr für Verkäufer | 2,49 % + 0,35 € | Kostenlos |
| Geld-zurück-Antrag möglich | Ja | Nein |
| Empfohlen für Warenkäufe | Ja | Nein |
Tipps: PayPal Gebühren optimieren und senken
Mit den folgenden sechs Maßnahmen senken Sie Ihre PayPal-Kosten bei jeder Transaktion.
1. Händlerkonditionen beantragen
Bestandskunden mit individueller Vereinbarung profitieren ab einem Monatsumsatz von 2.000 € von reduzierten Sätzen bis zu 1,49 % bei über 100.000 € Umsatz. Prüfen Sie bei PayPal direkt, ob eine bestehende Vereinbarung für Ihr Konto gilt.
2. QR-Code-Zahlungen nutzen
Mit 0,90 % ist die Bezahlung per QR-Code die günstigste PayPal-Zahlungsart. Bei einem Verkauf von 100 € fallen nur 90 Cent Gebühr an statt 2,84 € bei einer regulären Zahlung. Besonders für stationäre Händler, Gastronomen und Dienstleister vor Ort lohnt sich diese Option.
3. Richtige Zahlungsart wählen
Zahlungen über „Freunde und Familie" sind innerhalb Deutschlands kostenlos, bieten aber keinen Käuferschutz. Nutzen Sie diese Option nur für private Überweisungen an Bekannte, für Warenkäufe wählen Sie immer „Waren und Dienstleistungen".
4. Währungsumrechnungen vermeiden
PayPal berechnet bei Währungsumrechnungen einen Aufschlag von rund 3 % auf den Marktkurs. Lassen Sie sich, wenn möglich, in der Originalwährung des Käufers auszahlen und rechnen Sie selbst über einen günstigeren Anbieter um.
5. Transaktionen bündeln
Da PayPal bei jeder Transaktion eine Festgebühr von 0,35 € erhebt, lohnt sich das Bündeln von Zahlungen. Zehn Einzeltransaktionen à 10 € kosten 3,50 € allein an Festgebühren, eine gebündelte Zahlung von 100 € dagegen nur 0,35 €.
6. PayPal Geschäftskonto nutzen
Ein Geschäftskonto ist Voraussetzung für vergünstigte Händlerkonditionen und für QR-Code-Zahlungen mit nur 0,90 %. Zusätzlich erhalten Sie Zugriff auf Rechnungserstellung, Mehrnutzerzugänge und detaillierte Umsatzberichte.
Für wen ist der PayPal Gebührenrechner?
Der Rechner richtet sich an alle, die mit PayPal Zahlungen empfangen und ihre Kosten im Voraus kennen möchten:
- Online-Händler und Shopbetreiber kalkulieren die exakten PayPal-Kosten pro Bestellung und rechnen die Gebühren in ihre Preise ein.
- Kleinanzeigen-Verkäufer berechnen vor dem Verkauf, wie viel nach Abzug der Gebühren tatsächlich ankommt.
- Selbstständige und Freelancer erstellen präzise Rechnungen, indem sie die Gebühren vorab einkalkulieren.
- Vereine und gemeinnützige Organisationen ermitteln die reduzierten Gebühren für Spenden über den PayPal-Spenden-Button.
- Gastronomen und stationäre Händler vergleichen die Kosten für QR-Code-Zahlungen mit anderen Zahlungsarten.
- Internationale Händler und Exporteure berechnen die Gesamtkosten für grenzüberschreitende Zahlungen inklusive Auslandsaufschlag und Währungsumrechnung.
Bezahlungen erhalten - die PayPal-Gebühren im Detail
Sobald Sie über PayPal Geld empfangen, wird eine Gebühr fällig. Die folgenden Beispiele zeigen die konkreten Kosten für jede Zahlungsart.
Gebühren für Waren und Dienstleistungen
- Bei 50 € Warenwert: 1,60 € Gebühr, Sie erhalten 48,40 €.
- Bei 100 € Warenwert: 2,84 € Gebühr, Sie erhalten 97,16 €.
- Bei 500 € Warenwert: 12,80 € Gebühr, Sie erhalten 487,20 €.
Gebühren für Freunde & Familie
Innerhalb Deutschlands und der EU ist das Senden von Geld an Freunde und Familie kostenlos, sofern die Zahlung in Euro über PayPal-Guthaben oder Bankkonto erfolgt. Bei Zahlung per Kreditkarte oder international kann eine Gebühr anfallen.
Gebühren für Spenden
Für nicht-gemeinnützige Spendenempfänger gilt derselbe Satz wie bei Waren und Dienstleistungen: 2,49 % + 0,35 €. Bei einer Spende von 100 € zahlen Sie 2,84 € Gebühr. Gemeinnützige Organisationen zahlen nur 1,50 % + 0,35 €, bei 100 € also 1,85 €.
Gebühren für Mikrozahlungen
Für den Empfang von Kleinstbeträgen unter 10 € gilt der Mikrozahlungstarif von 4,99 % + 0,09 €. Bei einem Betrag von 3 € sind das 24 Cent Gebühr statt 42 Cent zum Standardsatz, der Mikrozahlungstarif lohnt sich also bei kleinen Beträgen.
Gebühren mit Händlerkonditionen
Bestandskunden mit Händlerkonditionen zahlen je nach Vormonatsumsatz zwischen 1,49 % und 2,49 % zuzüglich 0,35 € Festgebühr, siehe Tabelle weiter oben.
Gebühren für QR-Code-Zahlungen
Bei Zahlungen per QR-Code fällt eine Gebühr von 0,90 % des Betrags an. Bei einem Verkauf von 100 € sind das nur 90 Cent, die günstigste PayPal-Zahlungsart überhaupt.
Gebühren Übersicht: Die Tabelle
Die folgende Tabelle fasst alle wichtigen PayPal-Gebühren für Deutschland auf einen Blick zusammen.
| Art der Transaktion | Kosten |
|---|---|
| Freunde & Familie (Inland) | Kostenlos |
| Waren & Dienstleistungen (Inland) | 2,49 % + 0,35 € |
| Waren & Dienstleistungen (EWR) | 2,49 % + 0,35 € |
| Waren & Dienstleistungen (Großbritannien) | 3,78 % + 0,35 € |
| Waren & Dienstleistungen (USA/Kanada) | 4,48 % + 0,35 € |
| Waren & Dienstleistungen (weltweit) | 5,48 % + 0,35 € |
| QR-Code-Zahlung | 0,90 % |
| Mikrozahlung (unter 10 €) | 4,99 % + 0,09 € |
| Spende (nicht gemeinnützig) | 2,49 % + 0,35 € |
| Spende (gemeinnützig) | 1,50 % + 0,35 € |
| Währungsumrechnung | ca. 3 % über Basiswechselkurs |
| Rückbuchung (Chargeback) | bis zu 20 € |
| Auszahlung, deutsches Bankkonto | Kostenlos |
| Auszahlung, US-Bankkonto | 3 % |
Quelle: paypal.com, Stand: Anfang 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, PayPal kann seine Gebühren jederzeit ändern.
Häufig gestellte Fragen
Welche Gebühren nimmt PayPal in Deutschland?
PayPal nimmt in Deutschland eine Standardgebühr von 2,49 % des Transaktionsbetrags plus 0,35 € Festgebühr für Zahlungen bei Waren und Dienstleistungen. Bei Mikrozahlungen unter 10 € gelten 4,99 % + 0,09 €, bei QR-Code-Zahlungen nur 0,90 %. Internationale Zahlungen kosten je nach Herkunftsland zusätzlich 1,29 % bis 2,99 % Aufschlag.
Wie hoch sind die PayPal-Gebühren für 100 € in Deutschland?
Die PayPal-Gebühren für 100 € betragen 2,84 € beim Standardsatz für Waren und Dienstleistungen (2,49 % + 0,35 €). Sie erhalten somit 97,16 € netto. Bei Zahlung per QR-Code sinkt die Gebühr auf 90 Cent.
Was kostet PayPal für Privatverkäufer in Deutschland?
Private Verkäufer zahlen denselben Standardsatz wie gewerbliche Verkäufer: 2,49 % + 0,35 € pro Inlandstransaktion für Waren und Dienstleistungen. Bei einem typischen Kleinanzeigen-Verkauf von 80 € sind das 2,34 € Gebühr.
Ist PayPal in Deutschland kostenlos?
Nein, PayPal ist für Verkäufer in Deutschland nicht kostenlos, sobald sie Zahlungen für Waren oder Dienstleistungen empfangen. Kostenlos bleiben ausschließlich private Zahlungen an Freunde und Familie in Euro sowie der Kauf als Käufer, solange keine Währungsumrechnung nötig ist.
Welche Gebühren fallen bei PayPal-Zahlungen in Deutschland an?
Bei PayPal-Zahlungen in Deutschland fallen vier Arten von Kosten an: eine prozentuale Transaktionsgebühr, eine feste Gebühr pro Zahlung, ein Auslandsaufschlag bei internationalen Zahlungen und eine Umrechnungsgebühr bei Fremdwährungen. Freunde-und-Familie-Zahlungen in Euro bleiben davon ausgenommen.
Was kostet der Käuferschutz für mich?
Für Käufer ist der PayPal Käuferschutz kostenlos. Die Kosten sind bereits in der Verkäufergebühr von 2,49 % + 0,35 € enthalten, die bei Zahlungen über Waren und Dienstleistungen anfällt.
Was passiert bei Rückerstattungen?
Bei einer Rückerstattung erhalten Sie als Verkäufer den prozentualen Anteil der Gebühr zurück, die feste Gebühr von 0,35 € behält PayPal jedoch ein. Bei einer vollständigen Rückerstattung von 100 € (Gebühr: 2,84 €) bekommen Sie 2,49 € zurückerstattet.
Was kostet der Geldempfang über PayPal Friends & Family?
Der Geldempfang über PayPal Friends & Family ist innerhalb Deutschlands kostenlos, sofern die Zahlung in Euro über Guthaben oder Bankkonto erfolgt. Zahlt der Absender per Kreditkarte, kann für ihn eine Gebühr entstehen, für Sie als Empfänger bleibt es kostenlos.
Was kostet das Abheben von Geld auf PayPal?
Das Abheben auf ein deutsches Bankkonto ist über die Standardüberweisung kostenlos. Für eine sofortige Auszahlung oder eine Auszahlung auf eine Debit- oder Kreditkarte berechnet PayPal 1 % (mindestens 0,25 €, höchstens 10 €), für ein US-Bankkonto 3 %.
Was ist mit internationalen Zahlungen und Fremdwährungen?
Internationale Zahlungen kosten zusätzlich zur Standardgebühr einen Aufschlag von 1,29 % bis 2,99 %, abhängig vom Herkunftsland des Absenders. Bei einer Zahlung in Fremdwährung kommt eine Umrechnungsgebühr von rund 3 % über dem Basiswechselkurs hinzu.
Kann ich die PayPal-Gebühren als Betriebsausgabe absetzen?
Ja, PayPal-Gebühren sind für gewerbliche Verkäufer und Selbstständige als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Buchen Sie sie auf das Konto „Nebenkosten des Geldverkehrs" (SKR03: 4970, SKR04: 6855) und nutzen Sie die von PayPal bereitgestellte Transaktionsaufstellung als Beleg.
Wie kalkuliere ich meinen Verkaufspreis so, dass nach PayPal-Gebühren noch genug übrig bleibt?
Nutzen Sie den Rückwärts-Modus unseres Rechners: Geben Sie den gewünschten Netto-Betrag ein, und der Rechner ermittelt automatisch den Bruttopreis, den Sie verlangen müssen. Für 100 € Netto bei Inlandszahlungen (2,49 % + 0,35 €) benötigen Sie einen Verkaufspreis von 102,91 €.
Bekomme ich die PayPal-Gebühren bei einer Rückerstattung zurück?
Nur teilweise. Sie erhalten den prozentualen Anteil der Gebühr zurück, die Festgebühr von 0,35 € pro Transaktion behält PayPal in jedem Fall ein, unabhängig davon, ob Sie voll oder teilweise erstatten.
Kann ich Kunden einen Aufpreis berechnen, wenn sie mit PayPal zahlen?
Nein, PayPals Nutzungsbedingungen untersagen es Händlern, Käufern einen Aufschlag für die Nutzung von PayPal zu berechnen. Kalkulieren Sie die Gebühren stattdessen direkt in Ihre Verkaufspreise ein, etwa mit dem Rückwärts-Modus unseres Rechners.
Brauche ich als Selbstständiger unbedingt ein PayPal-Geschäftskonto?
Ja, wer regelmäßig geschäftliche Zahlungen über PayPal abwickelt, benötigt laut PayPals Nutzungsbedingungen ein Geschäftskonto. Ein Privatkonto darf nicht für gewerbliche Transaktionen genutzt werden und kann bei Verstößen gesperrt werden.
Wie buche ich PayPal-Einnahmen und -Gebühren richtig?
Erfassen Sie die Einnahme in voller Bruttohöhe und buchen Sie die PayPal-Gebühr separat als Betriebsausgabe. Der häufigste Fehler ist, nur den Netto-Betrag nach Gebührenabzug zu verbuchen, wobei die Gebühr als absetzbare Ausgabe verloren geht.
Lohnt sich PayPal wirklich, oder gibt es günstigere Alternativen?
Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Anbieter wie Stripe (1,50 % + 0,25 €) oder Sofortüberweisung (0,90 % + 0,25 €) sind günstiger, bieten aber keinen Käuferschutz und keine vergleichbare Nutzerbasis. Für viele Händler gleicht die hohe Verbreitung von PayPal die höheren Gebühren aus.
Wie vermeide ich Gebühren bei PayPal?
Eine vollständige Vermeidung ist als gewerblicher Verkäufer nicht möglich, da PayPal an jeder Transaktion verdient. Sie senken Ihre Kosten jedoch durch QR-Code-Zahlungen (0,90 %), gebündelte Transaktionen statt vieler Kleinbeträge und durch das Beantragen von Händlerkonditionen bei höherem Umsatz.
Fazit
Der PayPal Gebührenrechner zeigt Ihnen in Sekunden, wie viel PayPal von einer Zahlung einbehält und welcher Betrag netto bei Ihnen ankommt, für Inlandszahlungen, internationale Transaktionen und Mikrozahlungen gleichermaßen. Die Gebühren setzen sich immer aus einem Prozentsatz und einer festen Gebühr zusammen, und sie unterscheiden sich deutlich je nach Zahlungsart, Kontotyp und Herkunftsland des Absenders.
Wer regelmäßig über PayPal verkauft, sollte die Gebühren fest in die Preiskalkulation einplanen, am einfachsten mit dem Rückwärts-Modus, der aus einem gewünschten Netto-Betrag automatisch den passenden Verkaufspreis berechnet. Nutzen Sie den Rechner oben auf dieser Seite für jede neue Transaktion, um Ihre tatsächliche Marge nach PayPal-Gebühren genau zu kennen.
Hinweis: Dieser Rechner ist ein inoffizielles Tool und steht in keiner Verbindung zu PayPal. PayPal kann die Gebührensätze jederzeit ändern – für eine verbindliche Berechnung nutzen Sie bitte die offiziellen Angaben von PayPal.